Lichtverschmutzung geht uns alle an

Erde bei Nacht - DMSP & NASAKünstliches Licht, das an seinem Ziel vorbei geht, ist Lichtverschmutzung. Das Problem dabei ist nicht nur, dass ein paar Astronomen keine Sterne mehr sehen, die Folgen sind weitreichender: Wegen der Lichtverschmutzung sterben in jeder Nacht nicht nur tausende Insekten, auch Menschen leiden darunter - Lichtverschmutzung gilt als ein möglicher Auslöser von Brustkrebs. Außerdem wird viel Energie verschwendet, wenn zum Beispiel Straßenlaternen nicht die Straße beleuchten, sondern einen Teil ihres Lichts unnütz nach oben richten - oder gar Passanten blenden. In Tschechien und Slowenien ist Lichtverschmutzung daher mittlerweile verboten. In Tschechien gilt als Lichtverschmutzung "jegliche Form der künstlichen Beleuchtung, die über den Bereich hinaus reicht, für den sie gedacht ist, insbesondere, wenn sie über den Horizont gerichtet ist." Auch das Gefühl von mehr Sicherheit ist trügerisch. In Deutschland ist das Bewusstsein für dieses Problem bislang noch weniger ausgeprägt.

Noch bis zum 17 März bietet das Bundesumweltministerium auf der Internetplattform Mitreden-U die Möglichkeit, Vorschläge machen, welche Themen in den Fortschrittsbericht 2012 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie gelangen.
Unter http://mitreden-u.de/node/471 können Sie dafür stimmen, dass die Lichtverschmutzung Thema wird.

Die Folgen der Lichtverschmutzung wurden schon an vielen Orten dargestellt. Eine Auswahl lesenswerter Seiten finden Sie hier:

Falls Sie gedruckte Informationen bevorzugen, empfehlen wir Ihnen das Buch "Das Ende der Nacht: Die globale Lichtverschmutzung und ihre Folgen" von Thomas Posch, Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann (Hrsg), Verlag Wiley-VCH, Weilheim 2009.