Laufende Kosten
Nach den Erfahrungen der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Planetarien
(ADP) kommen pro Jahr etwa sieben Prozent der im Einzugsbereich
des Planetariums lebenden Menschen als Besucher in diese Einrichtung. Für
den Standort Heilbronn als Oberzentrum der Region halten wir 25 000 Besucher
pro Jahr für realistisch. Es besteht begründete Hoffnung, diese Zahl
sogar zu überschreiten, wenn die weitere Umgebung mit einbezogen wird.
Ein Vergleich mit den jährlichen Besucherzahlen der Planetarien Laupheim
(35 000) und Bremen (25 000) bekräftigen diese Annahme. Beide
Planetarien haben etwa die gleiche Größe, wie das für Heilbronn angestrebte.
Auch die Planetarien in der näheren Umgebung haben guten
Zuspruch: Nürnberg hat etwa 70 000 Gäste pro Jahr, Mannheim
110 000 und Stuttgart 160 000. Daher erscheinen 25 000 Besucher jährlich
für Heilbronn realistisch.
Eine Auslastung von etwa siebzig Prozent, wie sie auch in anderen Planetarien
erreicht wird, ist also wahrscheinlich. Für die Finanzierung des
Restbedarfs bietet Sponsoring eine gute Möglichkeit. Unternehmen können
bestimmte Veranstaltungen (Lasershows und ähnliches) finanziell
unterstützen. Eine weitere Form der Unterstützung bietet das Engagement
von Privatpersonen. Es gibt eine Reihe von Beispielen für diese Form der
Unterstützung. So befindet sich im Foyer des Planetariums Mannheim eine
Tafel, auf der alle Förderer des Planetariums aufgelistet sind. Jedermann
kann hier einen Stern des projizierten Himmels "erwerben" und wird dann als
Sponsor genannt.
Gerade im personellen Bereich wird viel Arbeit durch die Mitglieder des
Sternwartenvereins übernommen werden, die seit Jahren in der astronomischen
Volksbildung geübt sind. Ähnliche Modelle finden sich auch bei den
Planetarien in Berlin und Laupheim, die stark von der ehrenamtlichen Arbeit
der Vereinsmitglieder profitieren.