Sonderveranstaltungen

Sommerferienführungen 2010

Mittwoch, 4. August 2010 - Freitag, 10. September 2010
– Sternführungen mittwochs und freitags um 21.00 Uhr – wetterunabhängig –

Vom Leben und Sterben der Sterne
Mittwoch, 4. August; Freitag, 6. August
Was geschieht, wenn ein Stern stirbt? Was wird aus seiner „Asche“? Kann so etwas auch in unserer Nähe passieren? Antworten darauf und viele sehenswerte Beispiele gibt es im Verlauf dieser Führungen.

Wünsch Dir was! Sternschnuppen über Heilbronn
Mittwoch, 11. August; Freitag, 13. August; Mittwoch, 18. August
Viele Menschen wünschen sich etwas, wenn sie eine Sternschnuppe sehen. Doch was sind diese hellen Streifen, die urplötzlich am Himmel auftauchen, um kurz darauf wieder zu verschwinden?

Krater, Schluchte, Wälle – Die Welt des Mondes
Freitag, 20. August; Mittwoch, 25. August; Freitag, 27. August
In einem interessanten Diavortrag informieren wir Sie über unseren Erdtrabanten, und danach, wenn es das Wetter zulässt, beobachten Sie den Mond durch unsere großen Teleskope, mit denen sich selbst feinste Details auf der Mondoberfläche erkennen lassen.

Das Rückgrat der Nacht – Die Milchstraße
Mittwoch, 1. September; Freitag, 3. September
Quer über den Sommerhimmel erstreckt sich das fahle Band der Milchstraße. Sie ist unsere Heimatgalaxis – die Sternansammlung, in der sich unser Sonnensystem befindet. Wenn man sie von außerhalb beobachten könnte, würde man eine ausgedehnte Spiralgalaxie sehen.

Jupiter – Gasriese im All
Mittwoch, 8. September; Freitag, 10. September
Der größte Planet des Sonnensystems ist eine fremdartige Welt: Elfmal größer als die Erde, besteht er fast nur aus Gas. Im Teleskop sehen wir Sturmbänder, die sich rund um den Planeten ziehen, und einen Wirbelsturm, in den unsere Heimatwelt dreimal hineinpassen würde. Seine Begleiter sind uns nur wenig vertrauter: Neben zwei großen, kraterübersäten Monden umkreist ihn ein Mond, der von den Gezeitenkräftig durchgewalkt wird, und einer, unter deßen Eispanzer Leben verborgen sein könnte.



Tag der offenen Tür

Sonntag, 10. Oktober 2010 - 10.00 - 18.00 Uhr

Am Sonntag, dem 10. Oktober 2010 ist es wieder soweit: Die Sternwarte veranstaltet zum mittlerweile siebzehnten Mal ihren traditionellen Tag der offenen Tür. Dieses Jahr steht ein Thema im Blickpunkt, das nicht nur die Astronomen betrifft: Lichtverschmutzung. Beleuchtung, die an ihrem Ziel vorbei strahlt, verschwendet nicht nur Energie, sondern kann sogar negative Einflüsse auf Umwelt, Natur und Menschen haben. Unsere Sonderausstellung „Das Ende der Nacht“ befasst sich mit den Einsparmöglichkeiten durch zielgerichtete Beleuchtung wie auch den Problemen, die durch zu viel Licht entstehen können.

Zwischen 10 und 18 Uhr erwartet Sie nicht nur eine Ausstellung rund um das Ende der Nacht, sondern auch ein umfangreiches Rahmenangebot. Neben einem abwechslungsreichen Vortragsprogramm können Sie sich den Sternenhimmel zur Geburtsstunde ausdrucken lassen und bei klarem Himmel natürlich einen Blick durch unsere Teleskope auf die Sonne werfen – spezielle Schutzfilter ermöglichen die gefahrlose Beobachtung. Abgerundet wird das Programm durch Bastel- und Malangebote für die Kleinen, einen Astrobasar mit vielen interessanten Angeboten wie Sternkarten, Büchern, Postern oder Sternschnuppen (Meteoriten) sowie durch eine Tombola. Für das leibliche Wohl wird mit einer Cafeteria gesorgt: Brezeln, Waffeln, Kuchen, Kaffee und mehr erwarten Sie!



Gastvortrag:
Das Ende einer Ära: Die Geschichte der Space-Shuttle Raumgleiter

Referent: Dr. Frank Lungenstraß, Sternwarte Solingen
Freitag, 17. September 2010 - 20.00 Uhr

Im Herbst 2010 wird zum letzten Mal ein Space-Shuttle vom Kennedy-Space-Center abheben und zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Nach fast drei Jahrzehnten geht damit die ära der wiederverwendbaren Raumgleiter unwiderruflich zu Ende. Nach dem erfolgreichen ersten Start im Januar 1981 gab es zwei Totalverluste, die Shuttle Challenger und Columbia gingen verloren und 14 Astronauten verloren ihr Leben.

Aber auch extrem erfolgreiche Missionen - etwa zur Reparatur des Hubble-Space-Teleskops und zum Bau der internationalen Raumstation haben uns mehr als 28 Jahre in Atem gehalten. Nun sind die Shuttles in die Jahre gekommen und die NASA muß möglichst bald ein Nachfolge-System finden. Der Vortrag läßt 28 Jahre Raumfahrtgeschichte Revue passieren, stellt die Highlights und auch die Zukunft vor.

Dr. Frank Lungenstraß (geb. 1960) ist Physiker und Vorstandsmitglied der Sternwarte Solingen. Neben seiner Tätigkeit als Abteilungsleiter einer Volkshochschule ist er seit über 20 Jahren ehrenamtlich für die Sternwarte tätig.



Gastvortrag:
Die Jagd nach fremden Welten - Wie Sternenfinsternisse, Sternbewegungen und genaue Uhren den Schleier über bisher unsichtbaren Planeten lüften

Referent: Dr. Stefan Hippler, Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg
Freitag, 12. November 2010 - 20.00 Uhr

Auf der Suche nach Leben ausserhalb unseres Sonnensystems sind bisher mehr als 400 Planetensysteme gefunden worden. Unter ihnen finden sich unheimliche Welten, wie sie sich kaum jemand vorgestellt hätte, aber auch Planeten, die genauso gut in unserem eigenen Sonnensystem sein könnten.

Ob an diesen – teils sehr exotischen Orten – Leben möglich und nachweisbar ist, versuchen die Astronomen mit raffinierter Technik und speziellen Beobachtungsmethoden herauszufinden.

Dr. Stefan Hippler arbeitet am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Dort entwickelt er unter anderem Instrumente für das geplante European Extremely Large Telescope (E-ELT). Außerdem war er an der Entwicklung einer adaptiven Optik beteiligt, die für die Beobachtung von Exoplaneten geeignet ist.



Gastvortrag:
Drachen, Traumfänger & Co.

Referent: Eugen Reichl, EADS
Freitag, 10. Dezember 2010 - 20.00 Uhr

Dragon, Dream Chaser, Orion-Lite, Cygnus, New Shepard. Begriffe, die den meisten Menschen heute noch völlig unbekannt sind. Hinter diesen Namen verbergen sich die aktuellsten Entwicklungen der bemannten Raumfahrt. Und die steht vor einem Paradigmenwechsel. Nach dem Ende des Shuttle-Programms der NASA wird die bemannte Raumfahrt in den USA künftig von Privatunternehmen durchgeführt. Kann das gut gehen? Der Rest der Welt setzt inzwischen weiter auf die institutionelle Raumfahrt: Russland entwickelt ein neues bemanntes Raumtransportsystem. China baut seine Fähigkeiten im Orbit rasch aus. Selbst Indien steigt in die bemannte Raumfahrt ein. Aber wo bleibt Europa? Und wie geht es weiter mit dem Flug zu Mond und Mars? Diese und andere aktuelle Fragen zum gegenwärtigen Status der bemannten Raumfahrt beantwortet der bekannte Raumfahrt-Autor Eugen Reichl am Freitag, dem 10. Dezember 2010, ab 20:00 Uhr auf der Sternwarte.

Eugen Reichl arbeitet bei EADS/Astrium und ist darüber hinaus Vorstandsrat des Vereins zur Förderung der Raumfahrt. Mit zahlreichen Vorträgen und Artikeln trägt er zur Popularisierung der Raumfahrt bei.



Gastvortrag:
Schwarze Löcher - das dunkelste Geheimnis der Gravitation

Referent: Dr. Andreas Müller, Technische Universität München
Freitag, 18. Februar 2011 - 20.00 Uhr

Schwarze Löcher sind mit Sicherheit die merkwürdigsten Objekte im Weltall. Ihre Masse ist so dicht gepackt, dass ihnen nicht einmal das Licht entkommen kann. Deshalb sind sie schwarz und recht klein, was es nicht gerade leicht macht, sie am Himmel zu entdecken. Der Astrophysiker Andreas Müller erläutert, weshalb Astronomen von der Existenz Schwarzer Löcher überzeugt sind und wie sie Jagd auf sie machen. Im Vortrag geht es darum, wie Schwarze Löcher aus massereichen Sternen entstehen und wie sie Sterne auffressen. Außerdem erklärt Andreas Müller, wie die superschweren Schwarzen Löcher in den Zentren von Galaxien z.B. die Quasare zum Leuchten bringen. Weiterhin wird er die seltsamen Einsteinschen Effekte in der Nähe Schwarzer Löcher vorstellen, z.B. das Verbiegen von Licht und die Dehnung der Zeit. Abschließend nähern wir uns dem größten Rätsel: Was verbergen Schwarze Löcher hinter ihren Ereignishorizonten in ihrem Innern? Können wir ihr dunkles Geheimnis lüften?