Sonderveranstaltungen

Gastvortrag:
Schöne Bilder, die Wissen schaffen - Lehrreiches von Hubble und Co.

Referent: Dr. Klaus Jäger, Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg
Freitag, 12. Februar 2010 - 20.00 Uhr

Vor knapp zwei Jahrzehnten wurde das nach dem amerikanischen Astronomen Edwin P. Hubble benannte Weltraumteleskop in seine Umlaufbahn um die Erde gebracht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lieferte das Hubble Space Telescope (HST) beeindruckende Bilder mit nie zuvor erreichter Winkelauflösung.

In diesem Vortrag erleben Sie nicht nur spektakuläre Aufnahmen aus allen Bereichen der astronomischen Forschung, sondern Sie erfahren zusätzlich, zu welchen Erkenntnissen über das Universum das Hubble beigetragen hat. Darüber hinaus geht es um die Funktionsweise des Teleskops und um die Beweggründe, wegen denen die Astronomen ein Teleskop im Weltraum brauchen.

Mittlerweile machen zahlreiche Fernrohre auf der Erde Hubble Konkurrenz. Auch das MPI Heidelberg spielt dabei eine wichtige Rolle.

Dr. Klaus Jäger betreibt seit seiner Schulzeit Astronomie und ist heute Wissenschaftlicher Koordinator des Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und Pressereferent der Astronomischen Gesellschaft.



Gastvortrag:
Die Physik des Star-Trek-Universums

Referent: Prof. Dr. Hanns Ruder, Tübingen
Freitag, 12. März 2010 - 20.00 Uhr - Harmonie Heilbronn

Beamen, Impulsantrieb, Warp-Antrieb, Wurmlöcher, Zeitreisen - Könnte eine technologisch fortgeschrittene Zivilisation im Rahmen der uns bekannten Naturgesetze tatsächlich ein interstellares Imperium aufbauen? Ermöglicht die Relativitätstheorie von Einstein wirklich Reisen zu „Galaxien, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“. Was sagt dazu ein Enterprise-Fan, der zusätzlich Theoretischer Astrophysiker ist?

Prof. Dr. Hanns Ruder geb. 03.11.39, Diplom 1964, Promotion 1967, Habilitation 1972 Universität Erlangen-Nürnberg. 1972 - 1978 wiss. Rat und 1978 - 1983 Professor für Theoretische Physik, Universität Erlangen-Nürnberg, ab 1983 Professor für Theoretische Astrophysik, Universität Tübingen, 1993 - 1996 Vorsitzender des Vorstands der Astronomischen Gesellschaft, seit 1994 Sprecher des Sonderforschungsbereichs 382 „Verfahren und Algorithmen zur Simulation physikalischer Prozesse auf Höchstleistungsrechnern“, 2002 Robert-Wichard-Pohl-Preis, 2006 Medaille für Naturwissenschaftliche Publizistik von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.



Gastvortrag:
Fantastische Welten am Himmel: Interessantes, Amüsantes und Merkwürdiges zu Sternmythen- und märchen

Referent: Dr. Rappenglück, Gilching
Freitag, 23. April 2010 - 20.00 Uhr

Wenn in einer sehr klaren Nacht die Sternbilder brillant am Himmel leuchten, dann verbergen sich hinter den teilweise bizarren Figuren zahlreiche Anschauungen der alten Völker über den Kosmos in Raum und Zeit, das Leben und Sterben von Pflanzen, Tieren und Menschen und die Seelen von Lebewesen und Dingen. Was macht ein Bär, Wagen, Sextant und Schiff, aber auch ein Kentauer, ein Flügelpferd, ein halbierter Stier, Wassermann am Himmel? Wieso setzen andere Kulturen Häuptlingsversammlungen, Flötenspieler, Drachen, Palmen oder Webstühle an das Firmament?

Schon die Jäger-Sammler-Kulturen des Eiszeitalters, dann auch die Ackerbauern der nacheiszeitlichen Jahrtausende schufen in den Sternbildern einen Atlas ihrer Gedanken und Gefühle, ihrer Weltbilder und Weltanschauungen. Sternsagen spiegeln Jahrzehntausende menschlicher Kulturgeschichte wider, zu Bildern geronnnen am Himmel verstirnt. Im Vortrag werden die Figuren am Himmel wieder lebendig und in ihren vielfältigen Funktionen für die Kulturen der Völker erläutert. Ein Streifzug quer durch die wesentlichen Vorstellungen, von den Eiszeitkulturen bis ins christliche Mittelalter macht mit den Sternmythen vertraut.



Sternennacht in Wüstenrot

Öffentliche Beobachtungsnacht
Samstag, 14. August 2010 - ab 22.00 - 0.00 Uhr

Wohin man das Fernrohr auch richtet, der Himmel ist übersät mit Tausenden und Abertausenden von Sternen.

Seit der Astronom Galileo Galilei als erster Mensch sein Fernrohr auf das schimmernde Band der Milchstraße richtete, hat die Beobachtung des Himmels unzählige Menschen fasziniert. Wenn auch Sie dieses Erlebnis einmal genießen wollen, dann fahren Sie mit uns in die Löwensteiner Berge.

An diesem Abend bieten wir Ihnen anläßlich des Internationalen Jahrs der Astronomie die Gelegenheit, unter idealen Beobachtungsbedingungen einen Blick durch unsere Teleskope zu werfen und den Sternenhimmel fern der Lichtverschmutzung zu genießen.

Unser Beobachtungsplatz ist das "Greut", eine abgelegene Anhöhe zwischen Wüstenrot und Vorderbüchelberg, die gut mit dem Auto erreichbar ist. Weit abseits von störenden Straßenlaternen und Dunstglocken beginnen die Beobachtungen mit der Abenddämmerung und dauern die ganze Nacht. Falls Sie selbst ein Fernglas oder ein Fernrohr haben, bringen Sie es doch einfach mit. Erfahrene Beobachter der Sternwarte werden Sie auf eine unvergessliche Reise durch den gestirnten Himmel mitnehmen. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet nur bei klarem Himmel statt. Anfahrtskizze zum Beobachtungsplatz